Gequält schaute FDP-Präsident Gerold Bührer in die Fernsehkameras, als ihn SP-Vize Hansjürg Fehr am Sonntagabend umwarb. Gemeinsam habe man den Uno-Beitritt geschafft und eine neue nationale Fluggesellschaft aufgebaut, flötete der Sozialdemokrat, mit vereinten Kräften könne man nun weitere Reformen anpacken. Doch genau das will Bührer am allerwenigsten. Wem eine solche Koalition der Vernunft nützt, haben gleichentags nämlich die Stadtzürcher Wahlen gezeigt: der SP. Und der SVP. Zu erwarten ist von der FDP deshalb kein sozialliberaler Aufbruch, sondern der Rückzug in den bürgerlichen Schützengraben. «Wir sind die Antipoden zur sozialistisch-kollektivistischen Ideologie», macht ...