Im Jahr 2010 schien es, als hätten es die Frauen politisch endlich geschafft. Sie besetzten die höchsten Ämter in der Schweiz: Doris Leuthard (CVP) war Bundespräsidentin, Erika Forster (FDP) Ständeratspräsidentin, und Pascale Bruderer (SP) stand dem Nationalrat vor. Erstmals regierte mit Simonetta Sommaruga (SP), Eveline Widmer-Schlumpf (BDP) Micheline Calmy-Rey (SP) und Doris Leuthard eine Frauenmehrheit. «Im Bundesrat haben wir mutigere Entscheide gefällt als vorher und nachher», so Leuthard kurz vor ihrem Rücktritt. Die Personalpolitik der Bundesrätinnen war indes wenig couragiert.
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