Über zwei Jahre lang wähnte sich die Badener Ingenieurfirma Colenco in Rechtssicherheit. Ihre Aktivitäten im Iran legte sie dem Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) offen und liess sich bestätigen, dass sie keine Schweizer Gesetze verletzt. Im Sommer 2009 befand der Bundesrat die Geschäfte dann plötzlich für illegal und verfügte eine «Sistierung». Colenco verlor den 40-Millionen-US-Dollar-Auftrag, musste Folgeaufträge von bis 200 Millionen US-Dollar aus den Auftragsbüchern streichen und mehrere Angestellte entlassen.
Wie kam es zur Kehrtwende des Bundesrats? Anhand der Depeschen aus der US-Botschaft in Bern, die die norwegische Zeitung Aftenposten letzte Woche publizierte, s ...