Der islamistische Terror nützt sich ab. Noch vor einem Jahr wühlte der Anschlag auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo Zehntausende zu Kundgebungen auf. Diesmal stellt sich – seien wir ehrlich –, obschon es sich um eine weit schlimmere Attacke handelt, bereits so etwas wie «mürrische Indifferenz» ein. Den Begriff prägte der Konfliktforscher Herfried Münkler. Er beschreibt jene Haltung trotziger Abgelöschtheit, die wir angesichts sich wiederholender Schrecken annehmen.
Ins Stimmungsbild passt die Berichterstattung der Medien. Die flächendeckenden Enthüllungen zur Islamistengefahr beginnen zu ermüden. Sie werden interessanterweise bereits wenige Tage nach den Attentaten von ...