Jacques Chirac und Gerhard Schröder profilierten sich am World Economic Forum (WEF) wieder einmal als «Duo banale» der Weltpolitik. Der französische Präsident beschwor inbrünstig die Vorteile einer multipolaren Weltordnung, ohne die Zuhörer mit Angaben darüber zu belästigen, wie diese konkret aussehen könnte. Etwa so, Monsieur le Président? Die Regierenden in Washington, Moskau und Peking melden sich telefonisch im Elysée, sobald ein globales Problem auftaucht (Chiracs Vorzimmerdame vertröstet das Weisse Haus: «Präsident Bush muss sich leider ein wenig gedulden, der Präsident spricht gerade mit Wladimir Putin»).
Die multipolare Weltordnung – ein völkerverbindender Club un ...