Als sich Michael J. Gerson Ende der Neunziger beim Präsidentschaftskandidaten George W. Bush vorstellte, wollten ihn die Bodyguards nicht vorlassen. Er war nervös und schwitzte dermassen, dass sie ihn für verdächtig hielten. Doch Bush, der alte Reden Gersons gelesen hatte, stellte nur eine Frage, bevor er ihn engagierte: «Mike, haben Sie diese Reden geschrieben?»
Bis zu seinem Rücktritt diesen Sommer war Michael Gerson der Lieblingsautor des amerikanischen Präsidenten, der Hauspoet, der dessen Begegnung mit der Geschichte in Worte fasste. Wie die meisten seiner Vorgänger feilte Bushs Chef-Redenschreiber im Hintergrund an der Sprache, mit welcher der mächtigste Mann der Welt auf der ...