Am vergangenen Samstag strömten viertausend Leute auf den Berner Bundesplatz, um für mehr Entwicklungshilfe zu demonstrieren. Kurz zuvor hatte Schauspielerin und Entwicklungsexpertin Melanie Winiger im Blick den Bundesrat aufgefordert, sich zu «schämen», am Anlass selbst bezeichnete sie die Schweizer als «verwöhnte Goofen», und Musiker Endo Anaconda ermahnte ein zerknirschtes Publikum: «Armut ist stillos. Schämt euch!» Von Selbstgeisselungen und Frauen, die sich die Kleider vom Leib rissen, wurde nichts berichtet. Man wäre nicht überrascht. Das Happening erinnert an mittelalterliche Szenen, als Bettelmönche das Ende der Welt ankündigten. Die Ahnungslosen fürchteten sich und z ...