Die Beschäftigung mit Kunst kann auch mal Mühe bereiten. Musik kann gegen die stillschweigende Übereinkunft von Produzent und Konsument ein paar Barrieren aufbauen, den Hang zur Harmonie mit Dissonanzen und sonstigen Attacken auf zur Gewohnheit erstarrte Schönheitsideale stören. Es ist ja nicht so, dass nicht Vergnügen bereiten könnte, was mir eine Anstrengung abverlangt. Anderseits: Ist es nicht ein Unfug, nur das für Kunst zu halten, was mir Schmerz zufügt? Absolut gesetzt ist das Gegenteil des Wahren, Guten und Schönen ein ebenso fragwürdiger Imperativ wie das in die bürgerliche Ästhetik verlängerte klassische (oder kla ...