Wenn Bundesstrafrichter Peter Popp (CVP) im April den Prozess gegen Oskar Holenweger eröffnet, wird zwar formell der Zürcher Bankier auf der Anklagebank sitzen. Real geht es bei diesem Gerichtsverfahren jedoch um die Zukunft des obersten Anklägers des Landes, Bundesanwalt Erwin Beyeler. In Bellinzona holt ihn die Vergangenheit ein.
Beyelers unrühmliche Geschichte beginnt 2002, als er noch Chef der Bundeskriminalpolizei (BKP) war. Sie kulminiert in seinen öffentlichen Lügen, nichts mit dem fatalen Engagement des berüchtigten kolumbianischen Drogenbosses «Ramos», der in US-Gefängnissen Dutzende von Jahren abzusitzen hatte, zu tun gehabt zu haben.
Als Beyeler am 6. Mai 2010 den Med ...