Georges Martin, grand homme der Schweizer Diplomatie, hat einen langen Weg hinter sich. Aufgewachsen im katholischen Wallis, flüchtete er früh ins protestantische Lausanne. Dort träumte er von der Revolution. Und landete im Aussendepartement (EDA), wo er eine Glanzkarriere auf den Teppichetagen der Macht hinlegte. Zuletzt diente Martin, der Botschafter in Indonesien und Kenia war, dem Ex-Aussenminister Didier Burkhalter (FDP) als stellvertretender Staatssekretär. In seinem Buch «Une vie au service de mon pays» beschreibt er seinen ungewöhnlichen Weg. Heute ist sich der Ex-Botschafter, der 1992 noch für den EWR-Beitritt kämpfte, nicht zu schade, radikale Kritik an der EU zu äu ...