Charlotte Gainsbourg trägt eine Fackel. Sie übernahm sie von ihren Eltern Jane Birkin und Serge Gainsbourg, trägt sie tapfer und fraglos. Was diese Fackel bedeutet, darum machen die Feuilletons dieser Welt einen verschämten Bogen. Man gesteht die Faszination, man würdigt Talent und Ausstrahlung, man zählt die gainsbourgschen Skandalwerke auf, als wären es Ausrutscher, die sich aus zeitlicher Distanz verzeihen liessen. Kurz: Man mobilisiert retrospektiven Respekt und ist irgendwie froh, dass der Hauptübeltäter, Papa Gainsbourg, seit 1991 todeshalber nichts mehr anstellen kann.
Ein warmer Sommertag in Paris. Das Interview mit der Lieblingsschauspielerin zahlreicher Regisseure findet i ...