Die Bühne des Dramas: Siemens, gegründet 1847, deutscher Weltkonzern und Europas grösste Technologiefirma, 475 000 Mitarbeiter. Siemens, das stand einst für Solidität (oder auch Behäbigkeit), jetzt fährt der Münchner Konzern im Schnellgang durch wildeste Turbulenzen. 2005 muss er den Abbau von 10 000 Jobs verkünden (nachdem er einst als Haus der lebenslangen Anstellung gegolten hat). Im Juli 2005 verkauft er seine Handy-Sparte an die taiwanische BenQ – die sie nur ein Jahr später in die Pleite schickt. Und dann, vergangenen November, kommt ein Korruptionsfall ganz grossen Stils ans Licht: Über 400 Millionen Euro sollen in schwarze Kassen geleitet worden sein – um dann als Schm ...