Sie wollen sich bewaffnen und den Diktator Muammar al-Gaddafi vertreiben. Die jungen Männer, die in die Ausbildungszentren der libyschen Revolutionäre strömen, sind enthusiastisch – und naiv. Die meisten von ihnen scheinen nicht zu wissen, dass Krieg mehr bedeutet, als Fahnen zu schwenken und auf Pick-ups durch die Strassen zu rasen, mit hochgereckten Händen und Victory-Zeichen.
Bevor die militärische Schnellbleiche beginnt, müssen sich die jungen Libyer in ein grosses Buch eintragen, dann folgen Exerzierübungen und Strammstehen. Im schattigen Hof einer Schule im Norden von Bengasi sitzen rund dreihundert Rekruten am Boden und lauschen den Worten eines Ausbildners. Ein Mik ...