Vielleicht war Madiba gerade deshalb von auserlesener Galanterie gegenüber schönen Frauen und von rührender Spontaneität in Bezug auf kleine Kinder, weil sie ihm jahrzehntelang gefehlt hatten. Gleichzeitig war er von jenem schelmischen Schalk desjenigen, der weiss, dass er mit allem davonkommt. Er pflegte folglich auch den Tabu-Bruch mit gesellschaftlichen Konventionen. Ein harmloses Beispiel: Ein deutsches Korrespondentenehepaar steht mit dem Baby vor einer Schule, die soeben von Mandela eingeweiht worden ist. Der Präsident kommt heraus und sieht Eltern und Kind. Spontan geht er auf sie zu, macht ein Kompliment für das schöne Baby und fragt unverblümt: «Stillen Sie ihn?»
«Wie sch ...