Fast ein Jahr nach dem Tötungsverbrechen an dem damals 35-jährigen Daniel Hillig in Chemnitz, nach den Demonstrationen, den Ausschreitungen, den Hitlergruss-Bildern, die um die Welt gingen, gab es in Chemnitz zwei Urteile. Eines nach langem Prozess und unter internationaler Medienbeobachtung: das Schwurgerichtsverfahren gegen den syrischen Asylbewerber Alaa S., der als Beteiligter an dem tödlichen Messerangriff vom 26. August 2018 zu neun Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt wurde. Und einen Richterinnenspruch in einem kurzen Verfahren vor dem Amtsgericht Chemnitz gegen André H. – einer der Gestalten, die am 27. August im Stadtzentrum mit Hitlergruss po ...