Fünf Eisenbahnminuten reichen, mich aus Lausannes grauem Häusergemenge in eine Landschaft der Weite zu katapultieren. Genau das ist der Plan meiner Wanderung dem Genfersee entlang: offenen Raum atmen. In Lutry-Bahnhof, dem Ausgangspunkt, finde ich mich umgeben von den Reben des Lavaux, eines der grossen Waadtländer Weinbaugebiete; ganz in der Nähe wachsen Epesses und Saint-Saphorin. Zum Örtchen gehört eine gepflegte Hafenpromenade; wer tafeln will, bevor er sich in Gang setzt, empfehle ich aus guter Erfahrung das Restaurant des Hotels «Le Rivage»; von der erhöhten Terrasse aus blickt man, wenn man nicht den fischbestückten Teller vor sich fixiert, über den Léman auf die Berge Sav ...