Chick Corea war der Proteus des Jazz, wandelbar und vielgestaltig. Als Pianist, Bandleader, Komponist sprengte er die Jazzorthodoxie, nachdem ihm mit seinem erst zweiten Album, «Now He Sings, Now He Sobs», innerhalb derselben ein Meisterwerk gelungen war. Im Trio mit Miroslav Vitous am Bass und Roy Haynes an den Drums hob er die explosive Kunst der spontanen Interaktion auf ein Niveau, das selbst das meiste seiner bewunderten Vorbilder Bud Powell, Horace Silver, McCoy Tyner übertraf und allenfalls mit dem von Bill Evans zu vergleichen war: komplex in der Harmonik, zwingend in der Melodik und swingend wie der Teufel, technisch von einer enormen, in klassischem Training erworb ...