Botho Strauss: Nicht mehr. Mehr nicht. Chiffren für sie. Hanser. 160 S., Fr. 29.90
Botho Strauss’ neues Buch wirkt wie ein Findling aus fernen Epochen in literarischen Zeiten, in denen schlichte Plots, eindimensionale Sprache und eingängige Figurenzeichnung Mode geworden sind. Schon der Titel ist enigmatisch: «Nicht mehr. Mehr nicht. Chiffren für sie». Störrisch, wie der deutsche Schriftsteller und Dramatiker immer war, wirft er ein Textgebilde in den Ring, das wenig mit den gegenwärtigen Literaturproduktionen zu tun haben möchte: mehrdimensional, nicht immer fassbar, keineswegs linear erzählt, mit Assoziationen aufgeladen. Formal ...