Die Botschaft hört’ ich wohl, allein, mir fehlte der Glaube. Bis anhin. Anders gesagt: Theoretisch kann es ja gar nicht sein, dass uns die Chinesen zwar nicht nur die teuersten Bordeaux wegkaufen (und vielleicht auch wegsaufen), dass aber auf mehr als neuneinhalb Millionen Quadratkilometern sich nirgends tolle Bedingungen für den Weinbau finden. Ein Problem (unter vielen andern) ist die Grösse Chinas. Da sind für Nichtchinesen allenfalls ein paar Riesen wahrnehmbar, mit Namen wie Great Wall, Dragon Seal, Dynasty und vor allem Changyu Winery. Letztere hat ihren Sitz auf der Halbinsel Shandong, aber der Wein in meinem Glas wuchs in Ningxia, die Kleinigkeit von 2000 Kilometern nordwestl ...