Es war schon fast eine Sensation: Am 9. Februar 2014 stimmten die Schweizer Stimmbürger der Masseneinwanderungsinitiative (MEI) der SVP zu. Diese verlangte die eigenständige Steuerung der Zuwanderung mit Höchstzahlen und Kontingenten – so, wie es die Schweiz gehandhabt hatte, bevor sie mit der EU ein Abkommen über die Personenfreizügigkeit (FZA) schloss. Der neue Zuwanderungsartikel sollte innerhalb von drei Jahren umgesetzt werden, also bis Februar 2017. Die Zuwanderung aus den EU-Ländern war bis zu diesem Zeitpunkt völlig aus dem Ruder gelaufen. Statt der vom Bundesrat prognostizierten 8000 bis maximal 15 000 Personen drängten ab 2002 im Schnitt rund 70 000 bis 80 000 Pers ...