Claus Ogerman (1930–2016) – Am wohlsten fühlte er sich, wenn er nicht sichtbar war. Dass Claus Ogerman tatsächlich zu einem Weltstar in der Musikszene wurde, grenzt an ein Wunder, denn der Mann aus dem polnischen Ratibor war unsichtbar bis zur Selbstverleugnung. Ogerman war weniger Arrangeur als vielmehr der Architekt von Räumen, die Sängerinnen, Musiker und Komponisten wie eine diskrete Schutzzone umgaben.
In den fünfziger Jahren war Ogerman die rechte Hand von Max Greger und arbeitete für den Film, bis ihm Deutschland irgendwann zu eng wurde. Mit seiner Frau, einer Schauspielerin, ging er nach New York und war zunächst arbeitslos, bis seine Frau auf die Kinder eines gewiss ...