Als Mitt Romney Anfang Oktober in Denver, Colorado, zur ersten Präsidentschaftsdebatte erschien, galt er selbst bei vielen Republikanern als «Dead Man Walking» – als wandelnder Toter. In den Umfragen lag er zurück, das Gros der Medien hatte ihn bereits abgeschrieben. Doch in der ersten Direktbegegnung mit dem Präsidenten kam es vor den Augen von 70 Millionen Amerikanern zu einer gewaltigen Überraschung. Der bisher blasse Romney wuchs über sich hinaus. Präsident Obama dagegen wirkte komatös und lustlos – und fiel prompt in ein Umfragetief.
Will man eine Parallele aus der amerikanischen Geschichte aufgreifen, war das Colorado-Duell die Schlacht am Little Bighorn, wo die ...