Wenn die Schweizer Bundespolizei und die dort angesiedelte Spionageabwehr 1975 nicht geschlafen hätten, wäre Alexander Solschenizyn, der «berühmteste Dissident des 20. Jahrhunderts» (Focus), in der Nacht auf vergangenen Montag wahrscheinlich nicht in seinem Haus bei Moskau gestorben, sondern im Kanton Jura. Zusammen mit seiner Frau Natalja hatte er sich im Herbst 1975 für einen einsam gelegenen Landsitz zwischen Saignelégier und Les Cerlatez interessiert. «Wir hätten uns gut vorstellen können, mit unseren drei Kindern für immer in dieser bezaubernden Gegend zu leben», sagte mir Solschenizyn, als ich im August 2005 in seinem Haus in Troitze-Lykowo bei Moskau zu Gast war und ihm zu ...