Dass es dieses kräftige Mädchen im Tennis einmal weit bringen würde, war schon vor acht Jahren klar. Ungewöhnlich aggressiv prügelte die 16-Jährige auf die Filzbälle ein, gewann die Turniere von Paris und Wimbledon und kletterte auf Platz eins der Junioren-Weltrangliste. Doch erst seit Mitte September hält Amélie Mauresmo diese Position auch bei den Profis.
Was ihren Aufstieg an die Weltspitze so lange verzögerte, nennt die 25-jährige Französin heute freimütig ihr «emotionales Trauma». Denn sie ist lesbisch und hatte die Homophobie in der Tennisszene gnadenlos unterschätzt. Anders als Billie Jean King oder Martina Navratilova, die von ihren Ex-Liebhaberinnen geoutet wurden, b ...