In den Finanzministerien werden überall die Messer gewetzt, der Kampf um das Steuersubstrat wird nach der Corona-Krise noch härter. Die Staatskassen bluten, weil die Einnahmen einbrechen und die Zusatzausgaben für staatliche Hilfsprogramme die Haushaltsdefizite in extreme Höhen treiben. Auch wenn die Staaten jetzt einfach noch mehr und immer mehr Schulden aufnehmen – irgendwann muss sich der Fiskus seine Einnahmen beim Volk holen, Schulden von heute sind Steuern von morgen. Mitte Mai kündigte Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire an, man wolle noch dieses Jahr eine neue Steuer einführen, die schwergewichtig auf digitale Leistungen und Konzerne gerichte ...