Dies ist die verwirrendste CD des Jahres, und wir sind in diesen postpostmodernen Zeiten ja weiss Gott an jede Art von wilden Mixturen gewöhnt. Rock, Jazz, Songs, elektronische Soundscapes, Fetzen von Brutalo-Techno-Wummerbeats, versponnene, fast folkartige Lyrik, aus Noise-Gewittern plötzlich ätherisch poetische Erleuchtungen (post tenebras lux, sozusagen): ein Crashkurs durch quasi alles, und immer schrammt die Karosse funkenstiebend gegen vorübersausende Leitplanken. Am Volant: Fredy Studer, Luzerner Drummer mit Jahrgang 1948. Wenn er seine neue Band mit zwei Sängerinnen (Joana Aderi und Joy Frempong), zwei Kontrabassisten (John Edwards und Daniel Sailer), ihm selbst an mal gefit ...