Bekommt die Fraktion der unangestrengt lesbaren Autoren in der Schweiz endlich Zulauf? Der Basler Daniel Zahno lässt uns hoffen. Sein nun bei Weissbooks (dem Verlag des ehemaligen Suhrkamp-Programmleiters Rainer Weiss) erschienener Roman «Die Geliebte des Gelatiere» findet auf Anhieb einen zauberhaft gelassenen, leichten Erzählton. Das Liebes- und Berufsglück der Hauptfigur wandelt sich sogleich in Leseglück. Selbst die allgegenwärtige Melancholie hat in dem Buch etwas Heiteres. Der Ich-Erzähler hält es im Staatsarchiv, wo ihn «die Vergänglichkeit so richtig ins Gesicht beisst», nicht aus und übernimmt eine Gelateria in Venedig. Am Schluss kehrt er zu seiner Kindheitsliebe zurü ...