Christophe Darbellay, Familienpolitiker im Walliser Staatsrat, mag keine unabhängigen Journalisten. So diktierte er über seinen Anwalt Andreas Meili im Herbst 2016 während des Wahlkampfs dem Sonntagsblick schriftlich, was wann wie wo und wie viel über seine aussereheliche Vaterschaft berichtet werden durfte. Wer nicht nach seiner Pfeife tanzt, muss dagegen mit Vergeltung rechnen. Als die Westschweizer L’illustré Mitte März Dokumente veröffentlichen wollte, die in Zweifel ziehen, ob Darbellay es mit seinen Pflichten und Wahlversprechen wirklich so ernstgemeint hatte, verhinderte er die Publikation in letzter Sekunde. Dafür durfte L’illustr ...