Zu Zeiten der englischen Kolonialverwaltung soll es in Indien zu viele Kobras gegeben haben. Das störte den Gouverneur, ja er fürchtete sich. Um der Plage Herr zu werden, setzte er eine Prämie aus für jeden abgelieferten Kobra-Kopf. Die Inder sollten Schlangen fangen, wünschte sich der englische Gouverneur. Doch die Inder taten etwas anderes. Sie züchteten Kobras und kassierten die Prämien so.
«Der Kobra-Effekt», so titelt der deutsche Weltwirtschaftsprofessor Horst Siebert sein Buch über «ökonomische Irrwege». Im angelsächsischen Sprachraum spricht man in diesem Zusammenhang gerne von «perverse subsidies», perversen Subventionen. Gemünzt ist die Kritik beide Male auf eine P ...