Neulich sagte eine junge Frau am Fernsehen, sie sei von Beruf Architekt. Mein liebes Fräulein, dachte ich, bist du nicht eher Architektin? Früher, als nicht alles besser, aber die Welt noch etwas einfacher war, begnügte man sich mit männlichen Formen. Frauen, also Menschen mit Menstruationshintergrund, waren mit gemeint. Eines Tages muckten sie mit Recht auf. Heute kann es sich niemand mehr erlauben, in einem Vortrag nur die Zuhörer zu begrüssen.
«Fräulein, zahlen bitte!» Diese Zeiten sind passé. «Restaurationsfachfrau, zahlen bitte», das tönt aber auch nicht wirklich gut. Und doch bemüht man sich allenthalben, geschlechtsneutral zu formulieren, was nicht immer einfac ...