Es ist Freitag, «Tag des Zorns». In Kairo wird jeden Moment die Revolution ausbrechen. So ist es geplant. Und trotzdem kann man es kaum glauben, wenn man die Familien auf dem Khalili-Basar friedlich flanieren sieht.
Punkt 12.30 Uhr, die Freitagspredigt ist zu Ende. Hundertschaften junger Männer schreiten skandierend durch ein Spalier von Reportern und Fotografen, die sich vor der ehrwürdigsten Moschee Kairos postiert haben. «Nieder mit Mubarak!», «Weg mit dem Diktator!», ruft die Menge und strömt die Strasse hinunter, wo schon die Polizei auf sie wartet. Keine drei Minuten vergehen, bis die ersten Steine fliegen. Knüppel dreschen auf die Phalanx der Protestierende ...