Wenige Minuten vor Mitternacht, Ende Mai 1962, wird Adolf Eichmann, Massenmörder und einer der Hauptorganisatoren des Holocaust, aus seiner Zelle zum Galgen in den Hof des Gefängnisses von Ramla, einem Vorort von Tel Aviv, geführt. Auf der rechten Seite des Raums ist eine Sichtblende angebracht. Dahinter stehen zwei Gefängniswärter, die auf den Befehl warten, das Todesurteil zu vollstrecken. Zwei Jahre sind vergangen, seit Eichmann im Mai 1960 vom Mossad aus Argentinien entführt wurde, wo er sich unter dem Namen «Ricardo Klement» eine neue bürgerliche Existenz aufgebaut hatte. Ein israelisches Gericht zog ihn zur Rechenschaft und verurteilte ihn ...