In der Welschschweiz, habe ich kürzlich gelernt, sind «Philosophy Slams» richtig populär geworden, Wettbewerbe zwischen (oft) selbsterklärten Intellektuellen, die in Auftritten von wenigen Minuten versuchen, ihren Witz brillieren und ihre scharfe Zunge schneiden zu lassen. Vor Zuschauern aus Biel wagte ein Starter aus Lausanne das helvetische Maximum: Er fragte ebenso laut wie frech, wann sich die Nation denn endlich von ihrem Federer-Über-Ich erlösen werde – und verwies mit angestrengter Schadenfreude auf Rogers Niederlagen während der vergangenen Saison als Symptome eines unumkehrbar beginnenden Abstiegs. Allerdings scheiterte der eigentlich ...