Mitte Januar, als die Sonne am höchsten steht, sieht der junge Bauer Siv Toun die Frau zum ersten Mal. Er ist unterwegs von seinem Dorf, um im Wald Holz zu schlagen, als sie aus den Bäumen hervortritt. «Sie ist jung, vollkommen nackt, dreckig und geht vornübergebeugt», sagt Toun. Sie flösst ihm etwas Angst ein, und er duckt sich hinter einen Strauch. Hier im abgelegenen Nordosten Kambodschas, in der Provinz Ratanakiri, nicht weit von der Grenze Vietnams entfernt, ist man überzeugt, dass die Wälder von Geistern bewohnt sind. Toun sieht zu, wie sich das Frauwesen am Proviant der Bauern bedient, die auf den umliegenden Feldern arbeiten, und wieder im Dschungel verschwindet.
Später hö ...