Gute Politiker beherrschten einst die Kunst der grossen Intrige. Die heutigen Amtsträger fallen hingegen eher auf durch realitätsferne und kindische Imageaktionen.
Vom Ausbruch des Krieges in Südossetien ist die Regierung in Berlin kalt erwischt worden. Bei seiner ersten Stellungnahme zu der Lage im Kaukasus machte Aussenminister Frank-Walter Steinmeier den Eindruck, als sei er soeben ohne sein Wissen zum Nachfolger von Kurt Beck als SPD-Vorsitzender ernannt worden. Er zeigte sich «entsetzt» über die Eskalation und rief beide Seiten zu einem «Gewaltverzicht» auf. Dafür hatte er seinen Urlaub unterbrochen und war in die Hauptstadt zurückgeeilt.
Nun möchte man als Bürger, Wähler und Steuerzahler, der auch das Aussenamt mit seinen 6500 festen Mitarbeitern und einem Budget von über 2,5 Milliarden Euro finanziert, gerne annehmen, dass man es mit ...
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