Es war eine bittere Stunde für Shinzo Abe. Japans Premier, der sich einen Namen als Hardliner gegen Nordkoreas Diktator Kim Jong Il gemacht hat, musste vorige Woche zusehen, wie die USA bei den Sechsergesprächen in Peking ein Abkommen aushandelten, das Nordkorea sofortige Energiehilfe zusichert. Im Gegenzug soll es binnen sechzig Tagen seinen Experimentier-Reaktor abschalten. Und später versiegeln. Der Abbau bestehender nordkoreanischer Atomwaffen wird aufgeschoben.
Für das Insistieren der japanischen Delegation, eine Übereinkunft an die Frage entführter Japaner zu knüpfen, hatte US-Unterstaatssekretär Christopher Hill kein Gehör. Japan, meinten auch Gastgeber China, Südkorea und R ...