Der New Yorker Musiker Vijay Iyer, als Sohn südindischer Immigranten 1970 geboren, ist ein Bewohner des Dazwischen, und das weniger im ethnischen als im ästhetischen Sinn. Schon innerhalb des «Jazz» ist der Pianist, immer riskant auf der Schneide zwischen Avantgarde und Mainstream balancierend, schwer zu fassen. Allein bevor er auf dem Klavier seine erstaunliche Karriere begann, war der indische Secondo Violinist mit einiger Erfahrung in «klassischer» Kammer- und Orchestermusik. Und mit einer diskreten Vergangenheit als Komponist. Mehr als die Öffentlichkeit wahrnahm, lebte er auch zwischen geschriebener und improvisierter Musik. Den Sound des Streichquartetts hatte er immer im Kopf, ...