Die Neuveröffentlichungen von Keith Jarrett erreichen uns nicht mehr in atemberaubender Kadenz wie in den siebziger und achtziger Jahren, als sie in geradezu beängstigender Folge eintrafen, und zwar aus scheinbar entferntesten Zonen der Musik: Pianosolo-Rezitale, improvisierte Musik im Quartett, geschriebene Musik aus eigener und fremder Feder, Improvisationen auf der Barockorgel, dem Cembalo, dem Clavichord, ethnisch Inspiriertes auf Flöten, Perkussions- und Saiteninstrumenten – ein grosser Fluss von proteischen Verwandlungen, immer neu und doch immer der gleiche Fluss.
Jan Garbarek, der während kurzer fünf Jahre in vergleichsweise kurzen Phasen mit dem Bassisten Palle Daniels ...