Es gärt in den westlichen Gesellschaften. Die politische Mitte gerät zunehmend unter Druck. Alte Gewissheiten werden hinterfragt. Die Parteiensysteme erodieren. Die politischen Ränder erstarken.
Allerdings ist dieses Phänomen an sich nicht neu. Die Moderne – man könnte sie als das Zeitalter bezeichnen, das durch zyklisch auftretende politische Instabilität gekennzeichnet ist. Von der Französischen Revolution über die 1848er Unruhen, die Pariser Kommune und die politischen Wirrungen nach dem Ersten Weltkrieg bis zur 68er Bewegung: Regelmässig wurden die Gesellschaften des Westens von politischen Erschütterungen erfasst.
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