«Ich verlange die Schaffung eines öffentlich zugänglichen Archivs, wo man die amouröse Vorgeschichte jedes Zeitgenossen einsehen kann», sagt Heidi, «so wüsste man sofort, ob man eine Steigerung oder ein tiefer Fall in der Vita des anderen ist.» Man hat also jemanden kennengelernt, trifft sich da und dort zum Café, plaudert Nettes und denkt Schlimmes. So wie Heidi. «Auf einmal winkt eine Frau vom Nebentisch, süsssauer lächelnd, wie es nur Chirurgen und ehemalige Geliebte tun können, also Menschen, die etwas wissen, was sie nicht wissen sollten: Form und genaue Lage der Gedärme, schlechte Gewohnheiten, Potenzprobleme.» Und Heidi denkt noch: «Gott, ist die hässlich. Wie unförm ...