Letzte Woche war ich am Medienkongress in Luzern. Das ist das jährliche Branchentreffen der Schweizer Verleger, ein Mix von ÂPodium und Party.
Diesmal war es eine eher bizarre Erfahrung. Es war eine Art Götzenverbrennung.
Wo ich hinkam, im Plenum oder an der Bar, redeten alle nur von einem speziellen Medienhaus. Es war ein Medienhaus, das gar nicht zur anwesenden Gruppe der Verleger gehört. Alle redeten wie gebannt nur von der SRG.
Pietro Supino etwa, der Präsident von Tamedia, redete gebannt davon, wie die SRG die privaten Medien verdränge. Peter Wanner, der Präsident der AZ Medien, redete gebannt davon, dass man die SRG verkleinern müsse. Alle andern sagten dasselbe.
Ein Götze ist ...