René Scheu wollte eigentlich vom JourÂnalisten zum Unternehmer werden. Der Chefredaktor des Schweizer Monats versuchte darum, seine Zeitschrift für sich zu kaufen. Es gelang ihm nicht.
Scheu machte darauf einen anderen KarÂriereschritt. Er wurde neuer Chef des Feuilletons der NZZ.
Das ist ein guter Anlass, etwas über diesen speziellen Zeitungsteil, genannt das Feuilleton, nachzudenken. In der Schweiz spricht man es französisch aus, [fœjt :], in Deutschland germanisiert man es als «Föjetong».
Das Feuilleton ist in den standardisierten Medien der Gegenwart eine Anomalie. Es ist das letzte Refugium redaktioneller GesetzÂlosigkeit, das sich nicht an formale Regeln hält.
Diese Tugen ...