Schwingerkönig Matthias Sempach tritt dieses Wochenende am Eidgenössischen Schwingfest in Estavayer-le-Lac nach dreijähriger Amtszeit zur Verteidigung seines Titels an. «Amtszeit» tönt allerdings allzu gemütlich, Sempach war die ganze Zeit ein Gejagter; die Gruppe der Herausforderer ist gross, der Dreissigjährige spürt, wie angriffig Zwanzigjährige sind, auch wenn er sein Training laufend verfeinert und effizienter gemacht hat. Zwei Tage pro Woche arbeitet er im Aussendienst eines Futterherstellers, die restliche Zeit gilt dem Schwingen. Wir treffen ihn zum Interview im Gasthof «Löwen» in Kernenried, einem Nachbardorf seines Wohnortes Alchenstorf. Eigentlich hat der Wirt heu ...