Die Dame, die mir ihren feuchten Muratti-Atem in den Nacken haucht, ist die Gattin eines bekannten Kulturfreundes aus der Zentralschweiz. Während er in seinen rahmengenähten Alden-Schuhen mit beiden Füssen fest auf dem Boden steht, schwebt ihr ausgestopfter Kunstbusen (dem Dach des KKL, des Kultur- und Kongresszentrums Luzern, gleich und somit der Gravitation ein Schnippchen schlagend) in einer atemberaubenden Konstruktion aus 92 Prozent Polyamid und 8 Prozent Elasthan gesamtkunstwerkmässig durchs Publikum.
Draussen nieselt der Regen, und in der Künstlergarderobe packt die international bestens bekannte Klarinetten-Professorin Sabine Meyer ihr Instrument aus. Zur Aufführung gelangen We ...