Ein oberflächlicher Blick auf die neue CD des Tenor- und Sopransaxofonisten (und Klarinettisten) Chris Potter führt in die Irre. Das zweite Stück heisst nicht nur «Ilimba», es beginnt auch mit einem Intro auf dem afrikanischen Daumenklavier. Das fünfte trägt den Titel «Yasodhara», was der Name der Frau ist, die Buddha zurückliess. Schliesslich lässt Pianist David Virelles dank seiner kubanischen Herkunft karibische Einsprengsel vermuten. Allein, Chris Potters jüngstes Opus heisst «The Dreamer Is the Dream», und damit ist er selbst gemeint, der von sich sagt, seine Stücke entstünden oft «wie in einem traumhaften Zustand». Wie auch immer: Mit einem weltmusikalischen Eintopf, ...