Es gibt keine Musik, die die Welt verändert hätte. Nicht die «Internationale», nicht das «Horst-Wessel-Lied» und nicht einmal die «Marseillaise». Auch Woodstock veränderte die Welt nicht. Leider. Aber es gibt Musik, die den Gang der Musik verändert. Es gibt Künstler, die kommen ein Leben lang mit einem Klang, einem Strich aus. Und dann gibt es welche, die, kaum hat das Publikum eine «Periode» wahrgenommen, schon bei der nächsten sind. Picasso. Oder Miles Davis. Der wagte um 1969 den grössten Sprung: den zur «elektrischen Musik». Das meinte nicht einfach einen Kniefall vor dem Rock. Auch nicht einen «Abschied von der Melodie». Wohl aber einen Ausbruch ins Abstrakte und Frag ...