Herr Lagerfeld . . .
Wollen wir dieses Gespräch nicht im Stehen führen? Wenn man sitzt, wird es immer so gemütlich, und dann schlafe ich womöglich ein. Ich hasse Gemütlichkeit.
. . . Yves Saint Laurent sagte mit siebzehn Jahren zu seiner Mutter: «Irgendwann wirst du meinen Namen in Goldbuchstaben über den Champs-Elysées sehen.» In welchem Alter waren Sie überzeugt, dass die Welt Ihnen einmal pompöse Beinamen wie «Karl der GrosÂse», «Modezar» oder «Kaiser Karl» geben würde?
Ich bin viel schlimmer als Yves Saint Laurent, denn ich habe mir schon mit sieben Jahren andauernd vorstellen müssen, dass ich Âeines Tages sehr bekannt sein werde. Das war wie ein Zwang. ...