«Menschlich unanständig.» Mit diesen Worten qualifizierte der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder die Aussagen des bayrischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber, der es gewagt hatte, sich über die ostdeutschen Wähler aufzuregen, die drauf und dran sind, die ehemaligen Kommunisten von der «Linkspartei» zur stärksten Kraft in ihrer Region zu machen. Er könne es nicht akzeptieren, sagte Stoiber, dass erneut die «Frustrierten» über das Schicksal Deutschlands entschieden. «Wir haben leider nicht überall so kluge Bevölkerungsteile wie in Bayern.» Nach den mehr als tausend Milliarden Euro, die Westdeutschland seit 1990 in den Osten gepumpt hat, wirkt der Ärger des bayrischen ...