Das Haus brummt. Und es brummt auch, wenn es leer ist. Das fiel Bruce Nauman auf, als er 2004 seine Klanginstallation für die Eingangshalle der Tate Modern konzipierte. Den hauseigenen Summton des ehemaligen Kraftwerks an der Themse verstärkte der amerikanische Künstler um ein Vielfaches und liess ihn über den Stimmen schweben, die in seiner Installation «Raw Materials» aus verschiedenen Lautsprechern dröhnten. Normalerweise ist jedoch das Brummen der Tate Modern das Gesamtbrummen ihrer Besucher. Das sind im Schnitt mehr als 11 000 am Tag, viele davon sind Kinder – was den Sound erheblich verstärkt. Am Samstagnachmittag strömen in einer Stunde durchschnittlich 2391 Besucher ins Mu ...