In der Morgendämmerung des 17. April 1975 wurde Phnom Penh, die Hauptstadt Kambodschas, nach monatelanger Belagerung von Guerillaverbänden der Roten Khmer eingenommen. Man wusste kaum etwas über diese, man kannte weder deren Führung, noch deren Ziele, nicht einmal deren richtigen Namen. Als Rote Khmer waren sie vom ehemaligen Herrscher Prinz Sihanouk bezeichnet worden, und dieser Name hatte sich durchgesetzt. Trotzdem jubelte die Bevölkerung den Eroberern zu. Jahrelanger Bürgerkrieg und die verheerenden amerikanischen Bombenangriffe auf die durch Kambodscha führenden Nachschublinien des kommunistischen Vietcong hatte in den Leuten eine alles beherrschende Sehnsucht entstehen lassen: d ...